Ich kriege immer häufiger Post von Menschen, die sich über das Verhalten von Radfahrern beschweren. Ich selbst fahre sehr gerne Fahrrad und bin während des Wahlkampfes vor 3 Jahren selbst mit dem “roten Fahrrad” durch Mitte gefahren.
Doch leider beobachte ich es selbst sehr häufig: Hier mal bei Rot über die Ampel, dort mal einen Passanten angerempelt – das muss nun wirklich nicht sein. Wir haben in Mitte ausreichend vorhandene Radwege, keiner muss auf dem Bürgersteig fahren. In anderen Städten sieht die Situation schon anders aus. Ich würde mich freuen, könnte das Ordnungsamt hier mehr als bisher ein Auge drauf haben.
Wenn ich dann noch folgenden Radfahrer-Typus sehe: Die eine Hand am Lenker, die andere am Handy, während sie über eine Kreuzung fahren, dann mache ich mir ernsthafte Sorgen. Das ist wirklich gefährlich! Und seien wir mal ehrlich, wie oft mussten wir in Berlin schon in letzter Sekunde ausweichen um nicht einen Fahrradlenker “abzubekommen”?
Nun was soll ich sagen, ich kann nur an die Radfahrer appelieren, mehr Rücksicht auf die Bürgerinnen und Bürger zu nehmen. Ich weiss, die Polizei gibt ihr Bestes, hier und da holen sie solche Geisterfahrer vom Rad runter und verhängen saftige Bußgelder. Wenn man als Radfahrer gegen die Strassenverkehrsordnung verstösst, riskiert man sogar Punkte in Flensburg (Auch rückwirkend, wenn man noch keinen Führerschein hat).
Für die Zukunft schweben mir ein paar Möglichkeiten im Kopf herum das Problem ein wenig einzudämmen: Wenn es auf der Autobahn Plakate gegen Raser gibt, wieso nicht auch in Mitte für Radfahrer? Und: eventuell sollte man mal einfach eine Aktion gemeinsam mit Schulen, Jugendeinrichtungen etc. in entsprechenden Kiezen machen.


