Anlässlich des heutigen Pressegesprächs der SPD Fraktion zum Thema „Kinderschutz 1 Jahr verbindliches Einladewesen“ erklären Sandra Scheeres (jugend und familienpolitische Sprecherin der SPDFraktion), Barbara Loth (Stadträtin für Gesundheit, SteglitzZehlendorf) und Thomas Isenberg (gesundheitspolitischer Sprecher der SPDFraktion):
„Das in Berlin vor rund einem Jahr eingeführte verbindliche Einladewesen ist ein Erfolg. Mit diesem Verfahren werden Eltern konsequent an die sinnvollen KinderFrüherkennungsuntersuchungen per Brief erinnert und notfalls persönlich mit Unterstützung des Kinder und Jugendgesundheitsdienstes beraten. Bereits in den ersten Monaten konnte auf diesem Weg eine Teilnahme  undRückmeldequote von durchschnittlich 92 Prozent für die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen U4U7 erzielt werden. Bei den U7a Untersuchungen führte das individuelle Anschreiben der Eltern gar zu einer Verdopplung der Vorsorgequote.
Aus Sicht der SPD hat sich auch das Verfahren und die Arbeit der Zentralen Stelle in den letzten 12 Monaten bewährt, die Berlin eigens für die Koordination an der Charité aufgebaut hat. Über diese Zentrale Stelle können gezielt diejenigen Eltern angeschrieben werden, die bisher mit ihrem Kind keine Vorsorgeuntersuchung besucht haben. Reagieren die Eltern auch nach schriftlicher verbindlicher Erinnerung noch immer nicht, erfolgt die Kontaktaufnahme durch den bezirklichen Kinder und Jugendgesundheitsdienst. Dieser führt dann sogar Hausbesuche durch.
Bisher wurden über 33.300 individuelle Erinnerungsbriefe versandt. Pro Woche erfolgen von der Zentralen Stelle rund 70 100 Meldungen an den Kinderund Jugendgesundheitsdienst der Bezirke. Erfreulich ist, dass Eltern die Erinnerungen gut annehmen. Selbst in den Fällen, in denen es zu einem persönlichen Nachfassen durch die jeweiligen Bezirksämter kommt, haben Eltern oftmals dann inzwischen zeitnah einen Untersuchungstermin vereinbart oder kurzfristig durchgeführt.
Wir haben ein System aufgebaut, dass alle Kinder unabhängig vom Versichertenstatus und dem
Besuch einer Kita über einen Zeitraum von über 5 Jahren erreicht und bezüglich ihrer gesundheitlichen
Entwicklung begleitet. Jedes Kind braucht einen guten Start ins Leben. Unser Netzwerk Kinderschutz leistet dazu einen Beitrag.
Gegenwärtig sind zwei Drittel der Kinder im Einschulalter nicht oder nur vereinzelt von gesundheitlichen
Risiken betroffen. Gerade diejenigen Kinder, bei denen Entwicklungsauffälligkeiten
vorliegen, erhalten so bereits im frühen Lebensalter die Chance zur Gesundheitsförderung oder
rechtzeitigen Behandlung.“

Was die Schwarz-Gelben Koalitionäre großspurig als Aufbruch in die Bildungsrepublik verkaufen, ist in Wirklichkeit der Einstieg in die Privatisierung von Bildungschancen. Statt soziale Ungleichheiten im Bildungssystem zu verringern und neue Bildungspotenziale zu heben, verschärft die schwarz-gelbe Bildungspolitik die soziale Spaltung.

Bildung entscheidet über individuelle Lebensperspektiven, berufliche Möglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen. Bildung ist für die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Menschen unersetzlich. Für die SPD steht deshalb eine engagierte Politik für ein leistungsstarkes, sozial gerechtes und durchlässiges Bildungssystem im Zentrum ihres Handelns.

Das gilt insbesondere für Berlin, und hier noch einmal verstärkt für die Innenstadtbezirke, in denen der Förderbedarf höher ist als anderswo.

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung hat einen neuen Sitz. Kürzlich wurde ihr neues Domizil am Boulevard Unter den Linden 68 in Mitte eröffnet. Über das Leben und Wirken Brandts etwa als Regierender Bürgermeister sowie als Bundeskanzler informiert nun eine Schau mit zunächst 40 Exponaten. Die Stiftung hatte ihren Sitz bisher im Rathaus Schöneberg, in Mitte zeigt sie nun bis 25. April die Wanderausstellung „Einmischung erwünscht! 60 Jahre Grundgesetz“. Geöffnet ist Di-So 10-18 Uhr, der Eintritt ist frei.