Der Alexanderplatz ist in vielerlei Hinsicht ein Ort des Übergangs. Er ist nicht nur einer der am meisten frequentierten Verkehrsknotenpunkte Berlins, der täglich von Hunderttausenden über- und unterquert wird. Er ist auch so in der Stadt gelegen, dass er ein Bindeglied zwischen verschiedenen, in ihrem Charakter sehr unterschiedlichen Stadtteilen bildet: Grenzt er im Westen in einiger Entfernung an den repräsentativen, historischen Prachtboulevard Unter den Linden schließt sich im Osten die ehemalige Stalinallee mit ihren „Arbeiterpalästen“ an. Nordwestlich befinden sich die Spandauer Vorstadt und das ehemalige Scheunenviertel, die in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg „Arme-Leute-Gegenden“ waren, aber jetzt angesagte Szene- und Touristenviertel sind. Im Nordosten ist das bevölkerungsreiche Gründerzeitgebiet des Prenzlauer Bergs etwa einen Kilometer entfernt. Alle diese Stadtlagen haben im Alexanderplatz einen Bezugspunkt, wirken einerseits auf ihn ein und werden andererseits von ihm beeinflusst.
Auf dem Paradeplatz vor dem alten Königstor wurde am 25. Oktober 1805 der russische Zar Alexander I. zu einem Besuch empfangen. Anlässlich dieses Ereignisses erließ König Friedrich Wilhelm III. am 2. November eine Verfügung zur Umbenennung des Platzes in Alexanderplatz.
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Während der Märzrevolution 1848 kam es auch auf dem Alexanderplatz zu Straßenkämpfen und Revolutionäre blockierten den Weg vom Platz in die Stadt mit Barrikaden. Auch Theodor Fontane, der ganz in der Nähe in einer Apotheke arbeitete, beteiligte sich am Aufbau dieser Barrikaden und beschrieb später, wie er mit Material aus dem Königstädter Theater half, die Neue Königstraße zu verbarrikadieren: Es ging über den Alexanderplatz weg auf das Königstädter Theater zu, das alsbald wie im Sturm genommen wurde.
Ende des 19. Jahrhunderts waren die meisten Gebäude bereits fünfgeschossig. Die großen Manufakturen und Militäreinrichtungen wichen der Wohnbebauung und dem Handel.
Anfang der 1870er Jahre schüttete man den ehemaligen Festungsgraben zu, um auf ihm die Berliner Stadtbahn zu errichten, deren Eröffnung 1882 war. Mit ihr eröffnete der Stadtbahnhof Alexanderplatz. 1883 bis 1884 entstand das Grand Hotel, ein Neorenaissance mit 185 Zimmern und zum Platz hin mit Läden im Erdgeschoss.
Am Platz entstanden die legendären Warenhäuser von Tietz (1904–1911) und Wertheim (1910/1911). Das Warenhaus Tietz erfuhr noch weitere Bauabschnitte und hatte letztendlich 1911 eine überbaute Grundfläche von 7300 Quadratmetern und zu dieser Zeit mit 250 Metern Länge die längste Kaufhausfassade der Welt.
Im Oktober 1908 wurde in der Alexanderstraße 41 das Lehrervereinshauses eingeweiht. Bauherr war der Berliner Lehrerverein, dem das Geschäftshaus mit Konditorei und Restaurant im Erdgeschoss als Mieteinnahmequelle für seinen Verein diente. Im hinteren Bereich des Grundstückes hatte der Verein sein Verwaltungsgebäude und einen Hoteltrakt für Vereinsmitglieder sowie ein Saalgebäude für Veranstaltungen. Unter anderem fanden hier am 2. Februar 1919 die Trauerfeier für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie am 4. Dezember 1920 der Vereinigungsparteitag von KPD und USPD statt.
In den “Goldenen Zwanzigern” war der Platz neben dem Potsdamer Platz der Inbegriff der lebhaft pulsierenden Weltstadt Berlin. Viele der ihn begrenzenden Gebäude und Bahnbrücken trugen große Leuchtreklametafeln, die die Nacht zum Tag machten. Sein Gesicht änderte sich von Tag zu Tag.
Dem Schriftsteller Alfred Döblin diente der Platz namensgebend für seinen Roman Berlin Alexanderplatz und Walter Ruttmann drehte seinen Film Berlin: Die Sinfonie der Großstadt 1927 auch am Alexanderplatz. Der Platz „platzte“ bald aus allen Nähten.
Der Alexanderplatz, im Kreuzungsbereich bedeutender Straßen entstanden, ist seit jeher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. So ist er heute Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 1, 2 und 5. Am Bahnhof Berlin-Alexanderplatz halten Züge der S-Bahn, der Regionalbahn und mehrerer u-Bahn-Linien. Er gilt als wichtigster Berliner Umsteigebahnhof. Am Alexanderplatz befinden sich drei Haltestellen der Berliner Straßenbahn, die sich auf zwei getrennte Strecken verteilen, die von insgesamt vier Linien befahren werden. An einem Werktag fahren über 850-mal Straßenbahnen über den Platz und transportieren rund 120.000 Fahrgäste.
Der Alexanderplatz ist im Laufe seiner Geschichte fast ständig Neuplanungen und Umbaumaßnahmen unterworfen gewesen, so dass er nie eine endgültige Gestalt annehmen konnte. Meist änderten sich die äußeren Bedingungen schneller, als dass eine Umsetzung der Pläne möglich gewesen wäre. Die Ausnahme der Zeit von den 1970er-Jahren bis zum Ende der DDR bestätigt nur die Regel. Dies hat sich bis zum heutigen Tage nicht geändert. Zwar wurde nach dem Mauerfall im Jahr 1993 auch für den Alexanderplatz erneut ein städtebaulicher Plan entwickelt. Dieser ist jedoch in den bislang mehr als zehn vergangenen Jahren kaum in Ansätzen umgesetzt worden, da sich die politischen und wirtschaftlichen Umstände zwischenzeitlich verändert haben und infolgedessen eine Realisierung gegenwärtig nicht möglich ist.
Entlang dem Nikolaiviertel verläuft das Spreeufer, schräg gegenüber der Mühlendamm. Auf dem Bild ist die Bronzeskulptur “St. Georg im Kampf mit dem Drachen” zu sehen, sie stand ursprünglich aber im Hof des Berliner Stadtschlosses. Heute ist das Nikolaiviertel ein Anlaufpunkt für Touristen, die zahlreich vorhandene Gastronomie vor Ort profitiert davon, doch so mancher Anwohner klagt gelegentlich über den Geräuschpegel.
Dennoch ist es ein sehr ansehnlicher Teil Berlins, dessen Charme man sich nicht entziehen kann. Beachtung findet das Nikolaiviertel auch durch den alljährlich “zelebrierten” Historial Markt, das gesamte Nikolaiviertel verwandelt sich in ein “lebendiges Theaterstück”, ein historischer Markt wird erbaut, die Darsteller kleiden sich altertümlich und Musik des Rokoko wird eingestimmt.
Hier sieht man eines der vielen Wassertaxis welche durch die Spree fahren, vom Spreeufer aus kann man bereits die Museumsinsel erkennen, dort findet man z.B das Pergamonmuseum oder das Bodemuseum. Bis 2015 wird das gesamte Museumsquartier saniert, unter anderem werden das Neue Museum und die Alte Nationalgalerie Kolonnadenfreigestellt bzw. wiederaufgerichtet. Die Freiflächen werden neu strukturiert und sind für Besucher optimal nutzbar.











