Thomas Isenberg, Ihr Mitglied im Arbgeordentenhaus

Nicht die Bürger haben sich den Regeln des Marktes anzupassen, sondern die Marktregeln den Bedürfnissen und Interessen der Verbraucher. Die Kraft der Verbraucher muss entfaltet werden.

Das Gebiet der Abteilung umfasst die Friedrichstadt im historischen Zentrum von Berlin. Es wird begrenzt von der Ebertstraße, der Straße Unter den Linden, der Zimmer- und Alten Jakobstraße und der Spree.

http://www.spd-berlin-friedrichstadt.de (Ist noch im Aufbau)

Die Friedrichstadt wurde in strenger Planmäßigkeit und Geometrie mit sich rechtwinklig kreuzenden breiten Straßen angelegt. Auf Grund des sumpfigen und unsicheren Bodens der Cöllnischen Feldmark, wie auch die umliegenden Gebiete im Berliner Urstromtal, gelegen, mussten viele Häuser der Friedrichstadt auf Pfählen errichtet werden. Durch die staatlich geförderte Baulust der Bürger standen 1692 bereits 300 Häuser in der Friedrichstadt. Es ließen sich hier viele französische Glaubensflüchtlinge, die Hugenotten, nieder. Für die deutsche lutherische und auch die französisch-reformierte Gemeinde wurden 1701 jeweils die Grundsteine für die Deutsche Kirche und die Französische Kirche gelegt.

In diesen Jahren der Stadterweiterung wurde auch der größte Teil der alten Festungsanlage zwischen der Friedrichstadt und dem Friedrichswerder wieder abgetragen. Die Erweiterung der Friedrichstadt reichte bis an die neue Akzisemauer. Unter den neuen Bewohnern waren weiterhin viele der aus Glaubensgründen aus Frankreich flüchtenden Hugenotten. Bis 1725 standen in der Friedrichstadt bereits über 700 Häuser und sie zählte 12.144 Einwohner. Des Weiteren haben auch 85 Bierhäuser und 114 Branntweinbrennereien ihren Standort in der Friedrichstadt gefunden.

Die Akzisemauer verhinderte den unkontrollierten Verkehr in und aus Berlin. Mit ihr sollte der Zuzug von Fremden überwacht, der Warenschmuggel und die Flucht von Deserteuren verhindert werden. Das Passieren der Mauer war an entsprechenden Toren möglich. Über die Friedrichstadt kam man im Süden durch das Hallesche Tor und im Westen durch das Potsdamer Tor nach Berlin. 1839 errichtete man noch ein weiteres Tor, das Anhalter Tor. Es wurde 1840 geöffnet und lag am heutigen Askanischen Platz.

Die Märkte der Stadt waren der Mittelmarkt (heute Gendarmenmarkt) und der Dönhoffplatz (an der Leipziger Straße, vor dem Leipziger Tor der alten Festung). Zu den Hauptstraßen haben sich die Leipziger Straße und Friedrichstraße entwickelt. In den Jahren 1725 bis 1737 entstanden fast eintausend neue Häuser.

Nördlich, in der Erweiterung der Dorotheenstadt, befand sich noch ein weiterer Platz mit der Bezeichnung Quarree (Viereck), der heutige Pariser Platz. Die geometrische Formensprache der Platzgrundrisse entsprach dem Zeitgeist des Barock.

Die nach dem König Friedrich I. benannte Friedrichstraße ist mit dem durch die Dorotheenstadt verlaufenden Teil 3,3 Kilometer lang. Sie entwickelte sich nach 1871 zur ersten Geschäfts- und Vergnügungsstraße sowie zur Hauptverkehrsader der Berliner City. Die Straße wurde auch von der Armee des Königs als Marschstraße zum Exerzierplatz auf dem Tempelhofer Feld genutzt.

In der westlich fast parallel verlaufenden, nach dem Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm I. benannten Wilhelmstraße nahmen ab 1871 zahlreiche Reichsbehörden ihren Sitz. Auch heute haben noch viele Bundesministerien hier ihren Sitz. Am Leipziger Platz begann man 1896 mit dem Bau des Kaufhauses Wertheim. Es wurde das größte Kaufhaus Europas. Das Kaufhaus, im Zweiten Weltkrieg zerstört, ist bis heute nur vom Kaufhaus Harrods in London übertroffen. Rund um die Behrenstraße entwickelte sich das Berliner Bankenviertel und rund um die Kochstraße das Berliner Zeitungsviertel. Ihre höchste Einwohnerzahl erreichte die Friedrichstadt mit 76.359 im Jahre 1871.

Im Januar 1919 war das Zeitungsviertel einer der Hauptschauplätze des Spartakusaufstandes.

Die Friedrichstradt in Groß-Berlin

Der barocke Friedrichstadt wurden durch die enormen Zerstörungen während des zweiten Weltkrieges schwere Schäden zugefügt. Viele der historischen Gebäude waren so schwer zerstört, dass sie nur noch abgetragen werden konnten. Der Bau der Berliner Mauer quer durch das Gebiet der historischen Friedrichstadt brachte weitere Zerstörung. Alle noch vorhandenen Gebäude im Bereich der Mauer wurden abgetragen.

In der nördlichen Hälfte der Friedrichstadt im Bezirk Mitte, damals Ost-Berlin, begann 1970 der systematische Wiederaufbau. In der Leipziger Straße, die fast völlig zerstört war, entstanden hauptsächlich Hochhäuser mit Wohnungen. In der südlichen Hälfte, im Bezirk Kreuzberg, damals West-Berlin, wurden in den 1980er Jahren die vorhandenen Baulücken gefüllt. Nach der Deutschen Wiedervereinigung entstanden n der Friedrichstadt zahlreiche elegante und luxuriöse Geschäfte sowie Bürohäuser.

Im Februar 1996 öffnete an der Friedrichstraße Ecke Französische Straße das Kaufhaus Galeries Lafayette als Teil der 1993 bis 1996 gebauten „Friedrichstadt-Passagen“. Die Schließung aller Baulücken auf dem ehemaligen Mauerstreifen am Checkpoint Charlie und der Zimmerstraße ist noch nicht abgeschlossen. Umgangssprachlich wird heute überwiegend nur noch der in Mitte liegende Teil der Friedrichstadt als Friedrichstadt bezeichnet.

Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Europas. Auf dem Platz befindet sich das Konzerthaus gerahmt von dem Deutschen und Französischen Dom.

Der Deutsche Dom und der Französische Dom sind Kuppeltürme, die 1785 an zwei 1701 bis 1708 errichtete Kirchen, die Deutsche Kirche und die Französische Friedrichstadtkirche, angebaut wurden. Kuppel heißt auf französisch dôme.

Zwischen den Domen befindet sich das Konzerthaus Berlin. 1774 bis 1776 wurde hier das kleine Französische Komödienhaus erbaut und 1800 durch einen Neubau, dem Schauspielhaus, ersetzt. Das Schauspielhaus wurde zweimal zerstört und als Konzerthaus wieder aufgebaut. Der Konzertsaal fasst heute 1.850 Plätze.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Denkmal genannt, soll als Mahnmal für die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus im Holocaust ermordeten Juden dienen. Das Denkmal wurde am 10. Mai 2005 eingeweiht. Die etwa 19.000 m² große Fläche des Bauwerks befindet sich in der nordwestlichen Ecke der Friedrichstadt, in der Nähe des Brandenburger Tors.

Die Friedrichstadt-Passagen leiten ihren Namen von der Ladenpassage ab, die die Baugruppe der drei „Quartiere“ im Untergeschoss verbindet. Das nördliche „Quartier“ ist das Warenhaus Galeries Lafayette, in der Mitte befindet sich die Luxus-Shoppingmall Quartier 206 und das dritte Quartier im Süden ist das Quartier 205, ebenfalls eine Einkaufspassage.

Auf dem historischen Gebiet der Friedrichstadt befinden sich sehr viele Regierungsgebäude, vor allem im Bereich der Wilhelmstraße. Einige von ihnen wurden schon im 19. Jahrhundert von Regierungsbehörden genutzt. Es sind bis heute aber auch immer wieder neue Gebäude dazu gekommen. Sowohl die ältesten, als auch die meisten der im 20. und diesem Jahrhundert gebauten Gebäude gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Berlin.

Es befinden sich hier zahlreiche Bundesministerien, Landesvertretungen und Botschaften.