Das Gebiet der SPD-Abteilung Bellevue reicht vom Lehrter Bahnhof entlang der Invalidenstraße/ Alt-Moabit bis zur Stromstraße und entlang der Spree, dann vom S-Bahnhof Tiergarten entlang der Straße des 17. Juni bis zum Reichstag.  Im Abteilungsbereich befinden sich bedeutende Sehenswürdigkeiten, die für viele Berlin-Besucher enorm anziehend sind. Hierzu gehören das Brandenburger Tor (Westseite), der Reichstag, das Paul-Löbe-Haus, das Bundeskanzleramt, das Bundespräsidialamt, das Schloß Bellevue, die Kongreßhalle, das Carillon, der Hauptbahnhof, das Bundesinnenministerium, das Gelände der Interbau im Hansaviertel mit der Akademie der Künste- und nicht zu vergessen Teile des Großen Tiergartens samt der bekannten Grillwiesen. Unter diesem Gesichtspunkt scheint es kaum vorstellbar, dass hier ganz normale Menschen wohnen und sich in der SPD Bellevue für ihren Kiez engangieren. Wie das geht, erfahren Sie hier:

www.spd-bellevue.de

Besonders durch den Regierungsumzug, den Neubau des Verwaltungsgerichts und den Sitz des Bundesinnenministeriums und die Konversion ehemaliger Industriebrachen, wie der alten Meierei Carl Bolle (seit 1879; einst modernster Betrieb seiner Art in Europa) und der Kampffmeyer´schen Schüttmühlen (heute FOCUS teleport)  hat das Gebiet des südöstlichen Moabit seinen Charakter verändert. Hier findet man immer häufiger hochwertige Geschäfte und hochpreisige Wohnungen, eine Entwicklung, die aber ebenso die Verdrängung kleiner Gewerbetreibender und alter Mieter und hohe Leerstände zur Folge hat. Im nahen Hansaviertel mit seinen vielen selbstgenutzten Eigentumswohnungen hat in den vergangenen 10 Jahren ein großer Generationswechsel stattgefunden. Die Mitarbeiter der nahen Ministerien, Gerichte und Krankenhäuser schätzen die grüne und zentrale Lage und die günstige Verkehrsanbindung.

Der östliche Teil Moabits wurde bereits seit jeher von Militär und Justizeinrichtungen geprägt. 1847 wurde das Zellengefängnis fertig gestellt sowie Gerichte (1906: Neues Kriminalgericht, Turmstraße), Exerzierplätze und 1848 die Kaserne des 2. Garde-Ulanen-Regimentes. Die königlichen Pulverfabriken westlich des Moabiter Weinbergs machten 1717 den Anfang und bis 1734 dehnten sich die militärischen Anlagen bis dicht an die Hugenotten-Kolonie aus. Die Bezeichnung Pulverwiesen für die Spreewiesen südlich der Militäranlagen hielt sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Das Schloss wurde im Auftrag des jüngeren Bruders von Friedrich II., Ferdinand von Preußen, nach Plänen von Michael Philipp Boumann errichtet und 1786 fertiggestellt. Sein Grundriss ist eine langgestreckte zweigeschossige Dreiflügelanlage bestehend aus dem langgestreckten Hauptbau und den beiden Seitenflügeln im frühklassizistischen Stil.  Das Innere des Schlosses wurde im Zuge zahlreicher Umnutzungen wiederholt umgestaltet.  Aus der Entstehungszeit ist lediglich der 1791 von dem Architekten Carl Gotthard Langhans entworfene Ballsaal im Obergeschoss des Schlosses erhalten. Die Repräsentationsräume präsentieren sich auch nach der jüngsten Renovierung (2004–2005) im Stil der 1980er Jahre, in denen eine behutsame Annäherung an alte Dekorationsformen mit teilweise neuen Materialien versucht wurde.